Funkempfang

Mit einem Funkempfänger kann man die unsichtbare Welt der Radiowellen erleben und ganz unterschiedliche Signale aus der ganzen Welt empfangen. Je nach Frequenzbereich hört man ganz unterschiedliche Dinge.

sdr empfang

Auf Kurzwelle (3 - 30 MHz) kommen Radiosender aus fernen Ländern, die oft tausende Kilometer entfernt sind. Viele Menschen nutzen Kurzwelle, um internationale Nachrichten, Musik oder kulturelle Programme zu hören. Auch Funkamateure senden hier und man kann ihre Gespräche live mitverfolgen.

Die Mittelwelle (530 - 1605 kHz) ist der Bereich, auf dem die bekannten AM-Radiosender senden. Hier hört man oft regionale oder nationale Nachrichten, Wetterberichte oder Musik. Abends können die Signale über viele hundert Kilometer Entfernung reisen und Sendungen aus ganz Europa hörbar machen.

Langwelle (30 - 300 kHz) wird hauptsächlich für wenige, starke Sender genutzt, etwa für Zeitzeichen oder Navigationssignale. Wer sie empfängt, bekommt meist ruhige, gleichmäßige Signale ohne Musikprogramme.

Im Bereich VLF (very low frequency, sehr niedrige Frequenzen) senden oft wissenschaftliche Stationen, Wetterbojen, U-Boote oder andere Schiffe Signale. Menschen können hier meist keine Musik hören, sondern eher Pieptöne, Signalketten oder Informationen für Navigation und Forschung. Interessant ist es, diese Codes zu entschlüsseln und lesbar zu machen. Auch Fledermäuse senden in diesem Bereich.

VHF (very high frequency) ist der Bereich der UKW-Radios, Polizei, Feuerwehr, Flugfunk oder Amateurfunk. Mit einem Empfänger kann man Musik aus der Stadt, Funksprüche von Flugzeugen oder Amateurfunkkontakte verfolgen. Auch TV-Sender und digitale Radiosignale nutzen VHF in manchen Regionen.

Auf UHF (ultra high frequency) funken Fernsehen, Mobilfunkbasisstationen, Wettersonden, Satelliten und Polizei- oder Feuerwehrdienste. Mit einem UHF-Empfänger kann man digitale Radios, einige private Funksysteme oder Satellitensignale empfangen – meist sind die Signale kurz und stark gebündelt.